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Briefmarke Berlin 215 und 216 (Berlin 1961)

Artikel vom 12.06.2010 aus Briefmarken.

Die bisher letzte Ausgabe von zwei Werten für einen Kirchentag erfolgte 1961 mit den beiden Berliner Marken zum 10.Ev.Kirchentag in Berlin 1961.


Michel-Nummer: Berlin 215 und 216
Erschienen: 19.07.1961
Ende Gültigkeit: 31.12.1963
Porto: 10 Pfennige (Postkartenporto), 20 Pfennige (Briefporto bis 20g)

Postverwaltung: Berlin
Auflage: 10 Pfennig = 7 000 000, 20 Pfennig = 5 000 000 Stück
Künstler: Gerhardt
Druck: Offsetdruck, Wasserzeichen
Beschreibung:
10 Pfennige = Marienkirche mit Jerusalemerkreuz und Text
20 Pfennige = Ruine der Kaiser - Willhelm - Gedächtnisskirche mit Jerusalemerkreuz und Text

Ersttagsonderstempel

Zu diesem Anlaß erschien erstmalig für die Kirchentagbriefmarken ein ESST. Viele sind auch mit dem SST der Veranstaltung am Ersttag entwertet worden.

Postfiliale: Berlin-Charlottenburg 2
Unterscheidungsbuchstaben: a, b und c (alle belegt)



Schalterbogen

Beide Schalterbogen erschienen in dem Format 5x10, haben somit je fünf Reihenwertzähle. Diese unterschieden sich insofern, das die MiNrm. 215 die zahlen 1,00 bis 5,00 und die MiNrm. 216 2,00 bis 10,00 hatten.

Für beide Marken gibt es je zwei verschiedene Schalterbögen, die an den Formnummern 1 und 2 zu erkennen sind. Die Formnummer befindet sich unten rechts auf dem Bogenrand.


Berlin 215 mit der Formnummer 1.


Berlin 215 mit der Formnummer 2.


Berlin 216 mit der Formnummer 1.


Berlin 216 mit der Formnummer 2.

Weitere Bögen: Bogen der Ausgabe 215 mit Formnummer 1; Bogen der Ausgabe 216 mit Formnummer 1;


Bogentasche


Eher selten angeboten sind Bogentaschen für den Versand von kompletten Schalterbögen von der Bundesdruckerei an die Postämter.

Das vorliegende Exemplar ist die Bogentasche für den 20 Pfennig Wert Mi.Nrm. 216.

Diese enthielt 20 Schalterbögen a 50x Marken vom 20er Wert. Somit kommt man auf einen Betrag von 200 DM, einen 1961 nicht zu unterschätzenden Wert.

Interessant auch der Hinweis mit dem Ausschnitt (siehe folgendes Bild), das es ermöglicht bei einer ungeöffneten Bogentasche die Anzahl der Bögen zu zählen.



Bedarfsbelege


MiNrm. 215 als Einzelfrankatur am 29.01.1962 auf einem Ortsbrief in Berlin.
Tarifperiode 01.09.1948 bis 30.06.1972.




MiNrm. 216 als Einzelfrankatur am 29.04.1963 auf einem westdeutschen Fernbrief.
Tarifperiode 01.09.1948 bis 31.03.1966.




Beispiel einer portorichtige Misch- und Mehrfachfrankatur der Berlin MiNrm. 215 und 216 Ende 1961 auf einem Einschreiben / Eilbrief in Westdeutschland.
Tarife: 20 Pf für Standardbrief, 50 Pf für Einschreiben, 60 Pf für Eilbrief



Sonstige Belege


MiNrm. 216 als überfrankiertes Porto für eine Postkarte.
Trotzdem ein Bedarfsbeleg!




MiNrm. 215 und 216 auf einem ETB von Fidacos.
Zu jener Zeit gab es ETBs nur durch private Anbieter.




Beide Sondermarken auf einer Motivkarte und am 21.07.61 gefälligkeitsentwertet durch den Sonderstempel.




In die DDR versendete Grusskarte mit der Berlin MiNrm 215 entwertet am letzten Veranstaltungstag des Kirchentages.




Die 215 zusammen mit der Bund MiNrm 405 auf einer Karte die Juli 1963 versendet wurde.




Beide Werte auf einer Motivkarte von 1961, entwertet am 24.07.1963 durch den Dortmunder Sonderstempel vom 11. Evangelischen Kirchentag 1963.




Ersttagsbrief mit dem Ersttagsonderstempel "b".




Ersttagsbrief mit dem Ersttagsonderstempel "c".




Sonderpostkarte mit der Berlin MiNrm. 216, entwertet am 20.07.61 durch den Sonderstempel a.




Offizieller Ersttagsbrief mit dem Ersttagsonderstempel "c".




Sonderpostkarte mit der Berlin MiNrm. 215, entwertet am 20.07.61 durch den Sonderstempel a.




Sonderpostkarte mit der Berlin MiNrm. 215, entwertet am 20.07.61 durch den Sonderstempel b.




Sonderpostkarte mit der Berlin MiNrm. 215, entwertet am 20.07.61 durch den Sonderstempel c.




Vermeintlicher Ersttagsbrief entwertet erst am 20.07. durch den Sonderstempel.




Ersttagsbrief beider Werte auf einem neutralen Umschlag und dem ESST C.




MiNrm. 215 portogerecht auf einer Motivkarte die am Folgetag des Kirchentag in Nürnberg versendet wurde.



Quellen:





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Erstversion vom 12.06.2010. Letzte Aktualisierung am 06.09.2021.