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Eine Geschichte aus der Eifel…

Artikel vom 05.01.2003 aus Sonstiges.

Dies ist eine Story aus dem Heimdall Forum, einem Forum für Schatzsucher.

Bitburger, der das folgende erlebt und dies auch in einem Thread im Forum beschrieben hat, hat es geschafft, eine Brücke in die Vergangenheit zu schlagen und dies mit einer sehr persönlichen Art und Weise, welche ich glatt beneide.

Aus diesem Grund konnte ich nicht widerstehen dies hier zu Veröffentlichen.

Kurze Anmerkung: Es geht im Background um Geschehenisse 1945 in Deutschland.

Hi, von mal eine kleine Geschichte aus der Eifel, die ich letzte Woche in einer Kneipe zu X-ten mal gehört habe.

Die Geschichte

Mir wurde erzählt, das als die Amerikaner überall in der Eifel einsickerten, das Volkssturm und Hitlerjungen mit nach vorn geschickt wurden, um noch was Kriegsentscheidenes auszurichten…

So gab es in eine Nachbardorf einen Hitlerjungen, Er sollte 16 oder 17 gewesen sein, der mit einer “Panzerschreck” bewaffnet im Schützenloch lauernt auf die Amis gewartet haben soll..Da es dort nur eine kleine Strasse gibt, die zum Dorf hinfürt, das Dorf liegt in einem Winzigen Tal, lauerte der HJ-ler am Dorf Eingang in einem kleinen Wäldchen.

Nach Stunden waren erst Panzergeräusche, später auch Panzer gesichtet wurden, die die Strasse Richtung Dorf passierten.

Als Sie ungefähr 100 Meter von Dorfeingang entfernt waren, zichte es Plötzlich aus dem Wäldchen und der erste Panzer, ein Sherman, ging in Flammen auf. Die anderen Panzer, (wie viele es waren wusste keiner mehr) zogen sich sofort unter starken Feuer aus ihren Kanonen und MGs zurück. Ungefähr 20 Minuten wurde das Wäldchen beschossen, bis einer der Panzer versuchte etwas weiter über ein Feld Richtung Dorf zu fahren. Wieder ein Zischen und ein Rauchschweif aus dem Wäldchen und der Panzer war ausser Gefecht.

Die Panzer zogen sich dieses mal zügig einige hundert Meter zurück und machten…nichts. Nach ein paar Minuten hörte es sich an, als würde die Luft voller Düsenjäger, von Überall kam fürchterliches Jaulen her (Originalsatz eines Opas) Es folgten riesige Explosionen in dem Wäldchen, von Granaten aller Kaliber. Fast eine halbe Stunde wurde der Wald beschossen, der nach dem Beschuss nicht mehr als Wald bezeichnet werden konnte.

Danach fuhren die Panzer unter Dauerfeuer Ihrer 50 Bmg an dem Wald ohne Gegenwehr vorbei, richtung Dorf….

Die Geschichte wird überprüft

Nachdem ich diese Geschichte schon ein paar mal gehört hatte, dachte ich mir, schau mal nach, dann weiste obs stimmt…ich also am nächsten Morgen los, in den beschriebenen Wald und….alles voller Granattrichter.

Das Gerät piepste jeden Zentimeter, auch als ich auf Edelmetall gestellt hatte. Nur Splitter und Reste von Führrungsringen und ab und zu mal ein 50 Browning Geschoss. Die Geschichte schien zu stimmen, aber hier noch was zu finden?

Es waren Trichter an Trichter, schwer zu sagen von wo man damals am besten ein Schussfeld auf die Strasse hatte. Als ich schon aufhören wollte tonnenweise Messingteile aufzuheben, fiel mein Blick auf ein kleinen Viereckigen Schützengraben.

Also noch mal aufgerafft, Gerät rein und…ein grosser Ausschlag! Ich natürlich sofort losgebuddelt und… ein "Panzerschreck"! Das "Ofenrohr"! des Hj-Jungen….erst gefreut über den Fund aber als ich es ganz freigelegt hatte, dachte ich mir, was hier losgewesen sein muss….

ich habe nachher noch einige Teile des Rohres im Umkreis von 50 Meter gefunden. Hätte ich nicht noch von den alten Leuten erfahren, das der Junge sich vor dem Granatenhagel noch abgesetzt hatte, hätte ich das ganze Loch auch ohne Ausschlag freigelegt. Ist zwar ein böser Zustand…

Habe Versucht herauszufinden wer der Junge war, ob Er heute noch lebt, aber leider ohne Erfolg…Schaut Es Euch mal an…Gruss MIKE

Fotos

Das hier sind ein paar Fotos, des genannten Gegenstandes, welches er gefunden hat. Es sind die Reste eines sogenannten “Ofenrohrs". Eine wiederladbare Panzerabwehrwaffe, welches zur Not von einer Person bedient werden konnte.



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30.04.2017



Erstversion vom 05.01.2003. Letzte Aktualisierung am 15.09.2009.