Privater Stempel eines Hotel zum Kirchentag 1961

Artikel vom 29.10.2026 aus Sonstige Philatelistische Themen.


Ein interessanter privater Stempel zum Kirchentag 1961 von einem Berliner Hotel.

Vorderseite


Die Vorderseite zeigt die Frontansicht des damals neuen Hotelgebäudes "Hotel Berlin". Interessant sind insbesondere die abgebildeten Fahrzeuge.

Das Foto muss aus den Jahren 1958 / 1961 stammen.

Rückseite


Die Anschriftenseite bietet Platz für die Anschrift und einem Grusstext. Oben rechts das Feld für die Briefmarke.

Auf dem Feld der Briefmarke die Bestellnummer der Karte "B 1/8152". Oben links der Hinweis auf das Hotel Berlin. Mittig senkrecht Angaben zum Hersteller der Karte, dem Hans Andres Verlag.

Nachträglich aufgetragen ist der violette Ellipsenstempel mit dem Bezug zum Kirchentag 1961 in Berlin.

Privater Werbestempel


Der privat angeschaffte und verwendete Stempel diente vermutlich zur Werbung für das Hotel im Rahmen des Kirchentages und zeigt als Motiv eine Handegreifen sowohl im Vordergrund, als auch bei den Personen in der Mitte. Darüber eine angedeutete "Werbung" zur über Nachtverweilen im Hotel. Am unteren Rand die Angaben zum Kirchentag.

Meine persönliche Anmerkung: Ein sehr ungewöhnlicher Stempel in einem besonderen Zusammenhang. Ist mir auch das erste Mal in meiner Sammlung aufgetaucht. Wer eine echt gelaufene Karte mit dem Stempel hat, kann mich gerne kontaktieren. Ich wäre gespannt.

Hotel Berlin

Das Hotel Berlin, Berlin (ehemals: Hotel Berlin) ist ein 4-Sterne-Haus und gehört zu den größten Hotels in Deutschland. Der seit 1958 mehrfach erweiterte Gebäudekomplex befindet sich im Berliner Ortsteil Tiergarten (Bezirk Mitte) am Lützowplatz.

Das damalige Hotel Berlin wurde 1958 im Westteil Berlins eröffnet. Ursprünglich stand auf dem nach 1945 abgeräumten Grundstück zwischen Lützowplatz und Kurfürstenstraße unter anderem die kriegszerstörte Gründerzeitvilla von Willy Huth, dem Erbauer des Weinhauses Huth am Potsdamer Platz.

Der erste Bauabschnitt wurde von Paul Schwebes und Hans Schoszberger im Stil der Nachkriegsmoderne errichtet. Der langgestreckte Bau wies in seiner Fassadengestaltung Parallelen zum kurz vorher fertiggestellten Zentrum am Zoo auf und orientierte sich mit seinem Hoteleingang zur Kurfürstenstraße. Modellaufnahmen zeigen einen etwa 20-geschossigen Turm, ähnlich dem zeitgleich errichteten Berlin Hilton, der allerdings nicht verwirklicht wurde.

Ende der 1970er Jahre wurde eine Wettbewerb durchgeführt, der den Abriss und einen Neubau vorsah. Den 1. Preis gewann Oswald Mathias Ungers mit K.- L. Dietzsch, M. Kalsass und A. Ovaska. Der Entwurf wurde, vermutlich aus Kostengründen verworfen und nicht realisiert.

In den 1980er Jahren und im Jahr 1996 wurde das Gebäude mit zwei weiteren Hotelflügeln erweitert. Die erste Erweiterung fand im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 1987 (IBA Berlin) statt. Städtebauliche Figur und Fassaden des Erweiterungsbaus wurden von Benedict Tonon und Klaus Theo Brenner entworfen. Die weitere Planung des Erweiterungsbaus stammen von dem Architekten Michael König. König hat im Hotel mehrere Umbauten geplant und bei beiden großen Erweiterungen mitgearbeitet. Beim 1990er-Jahre-Anbau war König ebenfalls involviert; der Hoteltrakt entlang der Schillstraße entstand 1993–1996 in Zusammenarbeit mit der Betz Architekten Planungsgesellschaft.

Heute verfügt das Haus über 701 Zimmer und Suiten in sechs Kategorien, mehrere Restaurants und Bars sowie eines der wenigen Gartenrestaurants der Stadt.

Im Jahr 2006 übernahm das schwedische Unternehmen Pandox AB das Hotel Berlin.

Es ist eines der größten Kongress-Hotels Berlins. Der Konferenz- und Veranstaltungsbereich steht für Veranstaltungen mit über 3000 m² Gesamtfläche zur Verfügung. Insgesamt sind 48 Veranstaltungsräume vorhanden.

Quellen





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Erstversion vom 29.10.2026. Letzte Aktualisierung am 30.10.2026.