100. Geburtstag von Gorch Fock - Bund MiNrm. 1058
Artikel vom 16.06.2026 aus 1980: August.

Anlaß: 100. Geburtstag von Gorch Fock (Johann Wilhelm Kinau) (1880–1916)
Typ: Sondermarke
Frankierwert: 60 Pfennig
Erschienen: 14.08.1980
Postverwaltung: Deutsche Bundespost
Auflage: 34.100.000
Entwurf: Günter Jacki
Motiv: Segel und Takelage.
ETB: ?
Michelnummer: Bund 1058
Die Ausgabe war ursprünglich unbeschränkt frankaturgültig. Dieses änderte sich mit der Einführung des Euro, womit diese Ausgabe am 30.06.2002 ihre Gültigkeit verlor und nur bis zum 30.06.2003 umgetauscht werden konnte.
Gorch Fock (Johann Wilhelm Kinau) (1880–1916)
Gorch Fock (* 22. August 1880 in Finkenwärder; † 31. Mai 1916 in der Seeschlacht am Skagerrak; eigentlich Johann Wilhelm Kinau) war ein deutscher Schriftsteller. 1917 wurde das Vorpostenboot Gorch Fock nach ihm benannt, später zwei Segelschulschiffe der deutschen Marine, die 1933 gebaute Gorch Fock und die 1958 gebaute Gorch Fock. Weitere Pseudonyme des Autors sind Jakob Holst und Giorgio Focco.Seit 1904 veröffentlichte er zahlreiche meist in seiner Muttersprache, dem finkenwerderischen Plattdeutsch, verfasste Gedichte und Erzählungen unter den Pseudonymen Gorch Fock, Jakob Holst und Giorgio Focco, die in den Hamburger Zeitungen erschienen. Der Vorname Gorch ist eine lokaltypische Abwandlung von Georg. Fock ist einer Linie von großelterlichen Vorfahren entlehnt.
1913 erschien sein bekanntestes Werk, der hochdeutsche Roman mit plattdeutschem Dialog Seefahrt ist not!, ein teilweise autobiographisch geprägter Heimatroman mit heroisierenden Zügen. Die verborgene Abhängigkeit von Leitmotiven aus dem Schimmelreiter von Theodor Storm wurde von Robert Wohlleben aufgezeigt. Ab 1914 veröffentlichte er plattdeutsche Kriegsgedichte, die sich hauptsächlich gegen den Kriegsgegner England wendeten.
Im Ersten Weltkrieg wurde Gorch Fock zum 1. April 1915 eingezogen und erhielt in Bremen im Hanseatischen Infanterie-Regiment Nr. 75 seine militärische Grundausbildung. Mitte Juli wurde er zum brandenburgischen Reserve-Infanterie-Regiment 207 versetzt und kämpfte als Infanterist in Serbien und Russland, später dann bei Verdun. Im März 1916 kam er auf eigenen Wunsch vom Heer zur Marine und tat Dienst als Ausguck auf dem vorderen Mast des Kleinen Kreuzers Wiesbaden. In der Seeschlacht am Skagerrak ging er mit dem Kreuzer unter. Seine Leiche wurde auf der schwedischen Insel Väderöbod vor Fjällbacka (nördlich von Göteborg) an Land getrieben und am 2. Juli 1916 auf der nahegelegenen unbewohnten Insel Stensholmen auf einem kleinen Soldatenfriedhof beigesetzt. Dort ruhen weitere deutsche und britische Seeleute. Auf seinem Grab befindet sich ein Anker. Sein Grabstein trägt seinen Namen, seine Lebensdaten und den Titel seines Buches Seefahrt ist not!
Ersttagsonderstempel

Ersttagsonderstempel "5300 Bonn 1"
Sonstiges Belege

Klappkarte mit Bonner ESST.
Quellen
- www.wikipedia.de
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