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Erläuterung zur Losung "Mensch, wo bist Du?" (1. Mose 3,9)

Artikel vom 17.10.2009 aus von 1949 bis heute.

Der 32. Deutsche Evangelische Kirchentag vom 20. bis 24. Mai 2009 in Bremen stand unter der Losung „Mensch, wo bist du?“. Erstmals führte damit eine Losung in der Form einer Frage durch das Programm eines Deutschen Evangelischen Kirchentages.

Als Aufforderung, "Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen", und zugleich als Zuspruch Gottes charakterisierte Kirchentagspräsidentin Karin von Welck das Losungswort. Der Kirchentag, so die Hamburger Kultursenatorin, lade ein "zu einem Glaubensfest, zum Dialog mit Gott" sowie "zur Diskussion der brennenden Fragen unserer Zeit" und wolle "ein Zeichen setzen für Menschlichkeit in unserer Welt".

Die zur Losung gewählte Frage Gottes an Adam und Eva markiere den Beginn der "Geschichte der Freiheit", hob die Generalsekretärin des Kirchentages, Ellen Ueberschär, hervor. Denn erst die freie Entscheidung über das Gute und das Böse ermögliche dem Menschen und verpflichte ihn dazu, Verantwortung für sein Leben und sein Handeln in der Welt zu tragen. Nur aus der Spannung zwischen Freiheit und Verantwortung erwachse "das großartige Gefühl, ein Mensch zu sein".

Dass die beschlossene Losung "die schon bisher an vielen Stellen spürbare Neugierde auf den Kirchentag in Bremen noch zusätzlich steigert", erhofft sich die Präsidentin von Kirchenausschuss und Synode der Bremischen Evangelischen Kirche, Brigitte Boehme. Die "neue Herausforderung" eines Kirchentages in Bremen, der man sich "mit Unterstützung der Nachbarkirchen sowie der politischen und gesellschaftlichen Kräfte in unserem Zwei-Städte-Staat" gern stelle, werde nach ihrer Überzeugung einen "Zugewinn an Impulsen und Erfahrungen, an Kontakten und Begegnungen" bringen.

Auch der Schriftführer der Bremischen Kirche, Pastor Renke Brahms, sieht in der Losung "einen wunderbaren Anknüpfungspunkt" dafür, dass durch den Kirchentag "Menschen neu mit Glauben und Kirche in Berührung kommen". Bei vielen Menschen beobachte er "ein Interesse an Religion, Glaube, Spiritualität und Kirche". Angesichts starker sozialer Gegensätze in der weltoffenen und weltverbundenen Hansestadt erwarte er zudem, "dass vom Bremer Kirchentag ein Signal der Ermutigung und Solidarität in alle Welt ausgeht".

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30.04.2017



Erstversion vom 17.10.2009. Letzte Aktualisierung am 17.10.2009.